Archiv der Kategorie 'Schreiberei'

Lesung

Gestern tolle Lesung gehabt in kleinem Rahmen. Die Geschichten sind super angekommen. Suche jetzt weitere Möglichkeiten meine Geschichten vorzustellen. Mal sehen.

Inne Siedlung

Als Onkel Hermann auffem Flaumkuchen Schlittschuh lief – Ruhrdeutschgeschichten ohne Punkt und Komma

Inne Siedlung

Wenn die Hilla mit ihrn Ernst
abends umme Häuser geht
Arm in Arm
eimfach ma so, um Luft zu schnappen
un die Luft noch so schön lau iss
obwohl Oktober iss, un die Blätter schonn fallen
dann gehn se meist noch bein Murat vorbei
aufm Rückwech
anne Ecke
bei seine Bude
wo alle schonn stehn
wie jehn Abend (mehr…)

Buch jetzt fast fertig

Als Onkel Hermann auffem Flaumkuchen Schlittschuh lief – Ruhrdeutschgeschichten ohne Punkt und Komma

Endlich ist mein Buch in den letzten Zügen. Wie schrecklich, dass man immer noch Fehler findet. Aber langsam wird es. Eine Freundin von mir (Inke Reichelt) wird die Abschlusskorrektur übernehmen, damit das Elend ein Ende hat. Ich bin sehr froh, dass ich die Illustratorin Isabell Jeske für meine Umschlaillustration gewinnen konnte. Ich bin sehr glücklich mit der Umsetzung meiner Vorschläge. Im Moment suche ich noch einen Verlag, mache aber auch schon Lesungen. Wenn jemand eine Lesung möchte, ich komme vorbei!

Ich werde hier gelegentlich eine Geschichte aus dem Buch eingestellt.

Rhein

Wenn ich über den Rhein fahre, denke ich meist nichts besonderes, denn das passiert oft und das stumpft wohl ab. Der Stau auf der A42 fordert wie so oft eher meine ganze Aufmerksamkeit. Vielleicht gibt es einen flüchtigen Blick auf die fahrenden Schiffe und einen kleinen Gedanken: „Wie schön!“

Ich bin nicht direkt am Rhein, und mit dem Rhein aufgewachsen. Ich quere ihn nur andauernd, gehe dort gerne spazieren. Mehr nicht. Ich bin mit ihm nicht sehr verwurzelt, wie Städter, die in einer Stadt … am Rhein wohnen.

Ich bin jedoch oft beruflich im Ausland unterwegs, auch wochenlang. Und immer, wenn ich dann wieder in Düsseldorf lande, und dann im Auto über die Rheinbrücke gen Heimat fahre. Die Schiffe sehe. Schubverbände und kleine Frachter. Die Kopfweiden am Ufer. Die vielen Buhnen, die den Strom bändigen. Die untergehende Sonne, die die Pappeln im Abendrot berührt. Dann denke ich immer: „Endlich wieder zu hause“. Noch bevor ich an meiner Haustüre bin. Merkwürdig, oder?

(12.2015)

Als Weihnachten war

Als Weihnachten noch Weihnachten war
und der Tannenbaum noch ein Tannenbaum
als die Krippe noch eine Krippe war
und ich ein Kind

Da bin ich mit meinem neuen Fahrrad
durch den Schnee in der Weihnachtsnacht gefahren
hin und zurück, immer wieder

Ich habe Spuren im Schnee gemacht
und furchtbar gefroren

Ich war damals glücklich wie nie zuvor

(12.2015)

-

„Mit zunehmendem Alter wird mir die Meinung anderer immer mehr egal und die meine mir immer mehr wert. Andere nennen das Altersstarrsinn. Ich nenne es: Gelassenheit!“

(09.2015)

-

„Es ist egal in welcher Stadt du wohnst.
Das was Zuhause ausmacht, sind deine Freunde.“

(08.2015)

Fahrstuhl Prae Mortem

Und immer habe ich das Bild vor Augen. Wie ich in diesem Hotel stehe im Dunklen. Auf dem Flur. Vor dem Fahrstuhl im dritten Stock. Mit meinem großen Koffer und mit meiner schweren Laptoptasche. Mit den ganzen Akten darin und meinem kleinen Reiserucksack. Wo immer alles reingeht. Und ich den Lichtschalter drücke und dann den Fahrstuhlknopf. Ich warte.

Es ist ein besonderes Hotel. Wo sich im hinteren Teil ein Altenheim befindet und alle Bewohner morgens in diesem sehr kleinen Fahrstuhl zum Frühstücksraum im Erdgeschoss befördert werden.
Die Fahrstuhltür geht auf. Ein alter Herr im Rollstuhl schaut mich leer an. Die Schwester hinter ihm zuckt mit den Schultern. Kein Platz leider. Die Fahrstuhltür geht zu. Der Fahrstuhl fährt nach unten. Das Flurlicht geht aus. Ich stehe im Dunklen. Ich drücke den Lichtschalter. Ich drücke den Fahrstuhlknopf. Ich warte. (mehr…)

55 Bänke

55 Bänke – eine Annäherung an Rumänien

Ob man das Fotografieren während der Fahrt aus dem Fenster eines Automobils als Fotografieren im Sinne von Handwerkskunst bezeichnen kann, sei dahingestellt. Der Moment ist jedoch entscheidend. Das Vorbeihuschen. Das mit-den-Augenwinkeln-sehen. Gleichzeitig den Fahrer auf die riesigen Schlaglöcher aufmerksam machen. Mit den Geschwindigkeitsrezeptoren verschwommene Eindrücke erhaschen. Ohne eine Chance wirklich zu sehen. Selektives Diffusionssehen. (mehr…)

Gedanke

Wie kann es mir gehen?
versuche ich doch auf den Zehen zu laufen,
mit zum Himmel gereckten Armen,
dem Glück entgegen.

Gemeiner

Gemeiner

Ich kannte mal ein einer,
der war ein ganz gemeiner
er lies die Luft verströmen
aus meines Fahrades Kanälen
sodaß ich fuhr auf Felgen heim
und sprühte Funken ganz gemein

(02.2014)

Gemeiner

Gemeiner

Ich kannte mal ein einer
der war ein ganz gemeiner
der lug und zinkte wenn er spielte
schon wie er schaute, das er schielte
seine zuckend, schiefen Blicke
und wie er in die Karten spickte
dann legte er aus vier Ass
ich hatte auch zwei, ja was, wie denn das?
dann stopfte er sich mein ganzes Geld
und alles was dazugezählt

in seines Hosen Börse

Eigen Ich

Eigen Ich

manchmal glaube ich, das ich misslungen
denke an viele Zeiten, Stunden
die ich dunklen Mutes hab´ verbracht
die ich wachlag mit der Nacht

das ich viele Fehler, Mist gebaut
gefehlt, als Liebe ein zuhaus´ gebraucht
gescheut, wo man besser zu man greift
begriffen und dann spät bereut

jedoch, ich muss am Riemen reissen
mir wohl selber es beweisen
das ich nicht so in den Strudel taumle
es zieht so viel, das ich mich bäume

so fühlt sich´s an mein eigen Ich
ein jeder hat nur selber sich

(05.2013)

Was Liebes

Was Liebes

ich such schon ewig meines Lebens Glück
die Suche macht mich ganz verrückt
kaum findet sich etwas
dann fühlt sich´s an wie Glas
kaum das man berührt es
das man spürt es
dann zerspringt es
und man verliert es

Lieber Gott, wenn es dich gibt
mach, dass sich was liebes liebt

(05.2013)

unfall

gedicht übern unfall und dann noch meinen

jetzt hätt´s mich fast erwischt
der unfall kam mir gar nicht recht

ich hatt´ es eilig, ganz gewiss
es quietscht nicht mal mit ABS

doch rumsen tut´s wie eh und je
der aufprall tat nur auto´s weh

ich fluchte, das es so geschah
jemand stieg vorn aus, ne frau ich sah

die dame entschuldigte sich überfürsorglich
mein wagen fühlte sich eher … unordentlich

polizei kam auf und führte reden
papiere wurden beschrieben und belesen

alsbald ich wurde abgeschleppt
ohne nass ein jeder wagen leckt

den rest der fahrt, da fuhr ich bei
erst erregt, dann einerlei

´n gedicht

neusiedler see 1

am nebentisch wird wienerisch geschnaderlt
am nächsten einfach nur gelabert
der himmel wird langsam prachtvoll bunt
ein boot zieht vorbei gen horizont
mein bier schimmert leicht im eig´nen gold
ein zweites ich bitte gleich gewollt
das wasser glitzert leis´ im wind
niederknien… oh, wie schön die tage sind
ich seh so viel, bin vieler blicke schein
das boot kommt wieder, grad´ läuft es ein








(06.2012)

Kapitän Kirk und die Liebe

Also, ich weiß gar nicht, wie es dazu kam, dass Kapitän Kirk persönlich bei mir in der Küche saß. Ok, ich sage häufig mal so Sachen wie: „komm doch mal vorbei“, so im Sinne von: „wenn du Lust hast“ und zugegeben, das sage ich vielen Leuten, auch denen, die ich kaum kenne, oft ist oft nur so dahin gesagt. Und plötzlich klingelt es und da steht der wahrhaftige Kapitän Kirk vor meiner Türe mit zwei blankgeputzten Kampfschergen im Gepäck. (mehr…)

Dori das Dingo auf grosser Fahrt

Ich kannte mal ein Dorothea und die ist damals für 1 Jahr nach Australien verschwunden. Da habe ich folgenden Text in ihren Blog geschrieben. Um Sie in der Fremde zu ermuntern.

Dori das kleine Dingo auf großer Fahrt

Eines Tage ging Dori das kleine Dingo in seiner kleine Höhle in Düsseldorf Flingern auf und ab und langweilte sich. Schon tagelang liefen immer die gleichen Vormittagsserien im Fernsehen und das ging ihr tierisch auf die Eierstöcke. Da fiel Dori ein, nach Hamburg zu fahren und Didgeridoo zu lernen. (mehr…)