Rhein

Wenn ich über den Rhein fahre, denke ich meist nichts besonderes, denn das passiert oft und das stumpft wohl ab. Der Stau auf der A42 fordert wie so oft eher meine ganze Aufmerksamkeit. Vielleicht gibt es einen flüchtigen Blick auf die fahrenden Schiffe und einen kleinen Gedanken: „Wie schön!“

Ich bin nicht direkt am Rhein, und mit dem Rhein aufgewachsen. Ich quere ihn nur andauernd, gehe dort gerne spazieren. Mehr nicht. Ich bin mit ihm nicht sehr verwurzelt, wie Städter, die in einer Stadt … am Rhein wohnen.

Ich bin jedoch oft beruflich im Ausland unterwegs, auch wochenlang. Und immer, wenn ich dann wieder in Düsseldorf lande, und dann im Auto über die Rheinbrücke gen Heimat fahre. Die Schiffe sehe. Schubverbände und kleine Frachter. Die Kopfweiden am Ufer. Die vielen Buhnen, die den Strom bändigen. Die untergehende Sonne, die die Pappeln im Abendrot berührt. Dann denke ich immer: „Endlich wieder zu hause“. Noch bevor ich an meiner Haustüre bin. Merkwürdig, oder?

(12.2015)


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